Endlich, das große Abnehm-Geheimnis enthüllt!

Was ist das große Abnehmgeheimnis
Photo @geraldinesdiary

Wenn wir nach dem großen Abnehm-Geheimnis suchen, stoßen wir auf unzählige Informationen und Berichte. Promis verraten ihre Tipps, Tricks und geheimen Strategien. Überall purzeln die Kalorien nur so.

 

Ich vermute, du bist schon höchst gespannt darauf, was für einen ganz besonderen Abnehmtrick ich dir hier und jetzt vorstellen werde!

 

Und ich möchte dich auch gar nicht länger auf die Folter spannen, denn die Antwort ist kurz und knapp aber leider wahr: Es gibt kein Abnehm-Geheimnis.

 

Die eine heiße Spur, die große Entdeckung - es wird geforscht, gesucht und ermittelt aber die Sache gestaltet sich wie die Suche nach dem heiligen Gral.

 

Warum gibt es kein Abnehm-Geheimnis?

Wie im vorherigen Blogartikel beschrieben, sind wir alle viel zu verschieden. Selbst wenn wir uns alle in identischen Lebenssituationen befänden, wäre die Vergleichbarkeit spätestens bei unserer Individualität vorbei: So arbeiten unsere Stoffwechsel völlig unterschiedlich und jeder Mensch reagiert anders auf bestimmte Lebensmittel. Es gibt sie deshalb nicht, die eine Formel, die auf jeden Menschen übertragbar ist.

 

Und trotzdem ist unbestritten, dass Ernährung und Übergewicht miteinander zusammenhängen. Hierzu gibt es einen umfangreichen und aktuellen Artikel von Ernährungswissenschaftlern. Darin fassen sie den aktuellen Stand der Forschung zusammen. Zusätzlich erläutern sie Ernährungsthesen, die sich entweder wissenschaftlich nicht stützen lassen oder gänzlich ohne wissenschaftliche Grundlage sind.

 

 

Wie du trotzdem und ohne geheimnisvolle Rezepturen abnehmen kannst, fasse ich hier für dich daraus zusammen. 

Wie Du trotzdem abnehmen kannst

Abnehmen und das Traumgewicht dann zu halten, ist gar nicht so einfach. Die meisten Menschen tun sich damit schwer. Aber ich möchte dir auch sagen, dass es insgesamt weniger kompliziert ist, als uns oft weisgemacht wird.

 

 

Dass dabei einige Punkte beachtet werden müssen, ist natürlich auch klar. Aber wenn wir es einmal auf die wesentlichen Faktoren herunterbrechen, ist es einfacher als du denkst. Wichtig ist vor allem, diese Faktoren dauerhaft zu berücksichtigen und in unseren Lebensstil sinnvoll zu integrieren. 

1)   Negative Energiebilanz

Du brauchst Energie und das soll auch so bleiben, aber zum Abnehmen darf es etwas weniger sein. Das heißt, du musst weniger Kalorien zu dir nehmen, als du tatsächlich verbrauchst.

 

Bitte verwechsle das aber nicht mit Verzicht und Hungern, aber dazu komme ich gleich noch einmal.

 

Übrigens: Diese Regel ist schon sehr alt aber die Elle hat sie kürzlich noch einmal neu verpackt, hochglanzpoliert und auf den Namen „Cico-Diät“ getauft J Neue Verpackung, alter Inhalt.

2)   Veränderter Kalorienbedarf

Je weniger wir wiegen, desto weniger Kalorien benötigen wir, um unser Gewicht zu halten. Nehmen wir ab, müssen wir unseren Kalorienbedarf anpassen.

 

Ein einfaches Beispiel zur Verdeutlichung:

 

Eine 30-jährige Frau, 170 cm groß braucht bei einem Gewicht von 80 kg ca. 2200 kcal, um ihr Gewicht zu halten. Wiegt diese Frau aber nur noch 70 kg, sinkt ihr Kalorienbedarf auf ca. 2000 kcal. Passt sie also ihren Kalorienbedarf nicht an und isst soviel wie vorher, nimmt sie unweigerlich wieder zu und der ungeliebte Jojo-Effekt lässt grüßen.

3)   Essen ohne Verzicht

Essen muss schmecken und soll Spaß machen, deshalb gehört alles, worauf du ungern verzichten willst oder kannst weiterhin auf deinen Ernährungsplan.

 

Stell dir mal vor, du verbietest dir ab sofort deinen heißgeliebten Cappuccino oder das leckere Croissant deiner Stammbäckerei. Dann passiert das, was uns gerade Kinder oft besonders gut veranschaulichen, wenn sie genau das, was sie nicht dürfen, umso mehr interessiert.

 

Dann wollen auch wir genau DIESEN Cappuccino genau JETZT trinken oder sehen nichts anderes, als DIESES EINE saftige Croissant immer wieder vor unserem geistigen Auge aufblitzen. Das passiert nicht nur beim Verzicht auf bestimmte Lebensmittel. Auch alles andere, was wir nicht (mehr) dürfen, wird allein durch diese Einschränkung immer attraktiver oder wertvoller für uns. Wie eine Rarität. Und wir wollen das „Verbotene“ mehr denn je.

 

Und jetzt stell dir mal vor, du naschst dann doch von der „verbotenen Frucht“. Dann folgt unweigerlich das schlechte Gewissen, weil du ja etwas Unerlaubtes tust. Und schon steckst du wieder in einem Teufelskreis: Du fühlst dich schlecht und als beruhigendes Trostpflaster greifst du wieder zum Essen und du fühlst dich noch schlechter.

 

 

Mein Tipp: Sehe das Essen nicht als gut oder schlecht an. Alles Essen ist grundsätzlich erstmal gleich. Manchmal geht es dir danach besser und manchmal wiederum nicht so toll. Dann fühlst du dich vielleicht nicht richtig satt oder eher müde und schlapp, anstatt zufrieden, satt und munter. Finde deshalb für dich selbst heraus, was dir guttut und was nicht. 

4)   Übernehme Verantwortung für dein Essverhalten

Was Verzicht auslöst, habe ich oben schon erwähnt, deshalb ist es wichtig, dass du dir deinen eigenen Ernährungsplan erstellst, der alles enthält, was dir schmeckt und wichtig ist. Die Kalorie ist grundsätzlich gar nicht so gemein wie man denkt. Ihr ist es völlig egal, ob sie aus Fett, Kohlenhydraten oder Proteinen besteht. Am Ende des Tages entscheidet allein die Menge an Kalorien, die du zu dir genommen hast, über dein Gewicht und nicht, woraus sie sich zusammensetzen.

 

Gerade Diäten enthalten häufig strikte Ernährungsregeln. Wir befolgen also Regeln, die von jemand anderem erstellt wurden und geben somit unsere Verantwortung ab.

 

Verantwortung beinhaltet aber, dass nur du allein entscheidest, was du essen möchtest oder nicht essen möchtest und nicht irgendwelche Diät-Gurus oder sonstige äußere Umstände.

 

Wichtig ist auch, dass du nicht zu streng mit dir umgehst oder gar perfektionistisch wirst. Sei du dir selbst dein bester Freund, mit dem du auch verständnisvoll und nachsichtig wärst, wenn etwas falsch oder nicht nach (Ernährungs)Plan läuft. Was heute nicht klappt, klappt morgen oder übermorgen wieder. Wir sind Menschen mit normalen Gefühlen – schönen aber auch schwierigen – und keine Roboter.

 

Wenn du deine Ernährung verändern oder anpassen möchtest, dann sei neugierig, beobachte dich, deine Reaktionen und Gefühle. Was löst die Vorstellung von Eigenverantwortung in dir aus? Erleichterung? Oder Misstrauen? Es kann zu Beginn auch richtig beängstigend sein, gerade weil es etwas Neues ist.

 

In altbewährten Situationen fühlen wir uns sicher. Neue Gefilde wiederum müssen wir erst abstecken und genauer kennenlernen. Jetzt gilt es Fuß zu fassen und langsam zu lernen, dir selbst und deinen eigenen Entscheidungen wieder zu vertrauen. Probiere es einfach mal aus.

 

 

Erkunde auch, welche Dinge kannst du einfach realisieren und wann fängst du an zu kämpfen. Ernährung soll kein Kampf sein, sondern soll Freude und Genuss bringen.

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